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Die Uhr-Zeit

Zu historischen Zeiten versuchten die Menschen durch Beobachtung der Gestirne, Sonne und Mond, die Jahreszeiten besser einzuschätzen. Zur damaligen Zeit waren auch noch keine Minutengenaue Termine notwendig. Mit zunehmender Handelstätigkeit wurde auch eine genauere Zeiterfassung notwendig. Ab dem 3. Jahrtausend vor Christus gab es dann Sonnenuhren mit deren Hilfe der Tag schon recht gut eingeteilt werden konnte. Ab dem 14 Jahrhundert vor Christus wurden auch Wasseruhren eingesetzt. Sie besaßen nicht den Nachteil der Sonnenuhren und konnten ganztägig eingesetzt werden. Es dauerte dann noch etwa 1200 Jahre bis die Wasseruhr soweit verbessert wurde, dass sie ein Ziffernblatt und Zeiger hatte. Diese Uhren wurden vielmals eingesetzt um zum Beispiel die Redezeit vor Gerichten zu begrenzen, daher stammt dann auch der Ausdruck „ihre Zeit ist abgelaufen". Ab dem 900 Jahrhundert nach Christus wurden dann Kerzenuhren verwendet. Hier wurden auch Metallkugeln in die Kerze eingearbeitet, beim abbrennen der Kerze lösten sich dann in bestimmten Zeitabständen die einzelnen Kugeln und fielen in einen Metallbehälter. Diesen „Schlag" konnte man hören, der Stundenschlag war geboren. Der Begriff Uhrmacher ist zum ersten Mal 1269 erwähnt. Er lässt vermuten, dass es mechanische Uhren schon früher gab. 1335 wurde das erste mal eine mechanische Uhr erwähnt. Diese Uhren waren damals natürlich noch sehr groß und wurden überwiegend an Kirchtürmen angebracht. Die Genauigkeit wurde ständig verbessert und die Größe verringert. Die Taschenuhr gab es ab dem 15 Jahrhundert. Die Schifffahrt trieb die Entwicklung von Ganggenauen Uhren voran, da nur mir ihrer Hilfe eine Positionsbestimmung möglich war. Im Zuge der Industrialisierung im 19 Jahrhundert wurden auch Uhren in Massenfertigung hergestellt. Am Anfang des 20 Jahrhunderts gab es dann die ersten Armbanduhren. Bereits 1923 wurde die Automatikuhr entwickelt, also eine Uhr die sich durch die Bewegung am Handgelenk selber aufzog. Bereits wenige Jahre später folgte dann die Quarzuhr und ihr im Jahre 1949 die Atomuhr. Heute hat sich die Uhr vom reinen Zeitmesser zum Modeschmuck gewandelt.

Verschiedene Uhren

Es gibt Uhren in allen erdenklichen Formen, Farben und mit den Unterschiedlichsten Zeitanzeigen. Gitarrenuhren zählen zu den außergewöhnlichsten Uhren mit Analoger Anzeige, sie sehen aus wie eine Gitarre (natürlich in miniatur) und haben meistens auch echte Gitarrensaiten. Auf Binäruhren kann man nur mit etwas Übung die Zeit ablesen, dafür sehen sie besonders cool aus. Bei Binäruhren wird die Uhrzeit nicht als Dezimalzahl sondern als Binärzahl dargestellt. Es gibt dort zwei Reihen, eine für die Stunden und eine für die Minuten. Bei den Stunden sind 4 Leuchtdioden für die Anzeige vorhanden. Gelesen wird diese Reihe von rechts nach links. Mann muss die Wertigkeit jeder leuchtenden Led zusammenzählen. Die rechteste Led hat als Wertigkeit 1, die zweite von rechts hat als Wertigkeit 2, dritte hat 4, die vierte hat 8. Wenn jetzt zum Beispiel die erste und dritte Led von rechts leuchten, dann muss man 1 und 4 zusammenzählen, es ist also 5 Uhr. Wenn die dritte und vierte von rechts leuchten, dann ist es 12 Uhr. Bei den Minuten ist es genau gleich, nur dass es hier sechs Leuchtdioden sind. Diese entsprechen einer Wertigkeit (von rechts nach links) von 1, 2, 4, 8, 16, 32. Das bedeutet, dass wenn die ersten 4 Leuchtdioden leuchten, dass es 1 + 2 + 4 + 8 Minuten sind, also 15.
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